StartUlrich SiewersWacholderwachtOsteifel-aktivTourismusBücherweltPublikationenFotosModellbauInteressante LinksKontaktImpressum
Landschaftspflege
Jugendarbeit
Bestandsaufnahme
Kooperationen
Weiterbildung
Weitere Aktivitäten

Mai 2014



Arft/Vordereifel. Im Rahmen ihrer Projekttage zum Thema „Respekt“ erlebten 30 Schülerinnen und Schüler der 6. bis 9. Klasse der Mayener Albert-Schweitzer-Realschule die Wacholderheide bei Arft als nicht alltäglichen Lernort kennen. Trotz Nieselregen und kühler Außentemperatur waren sie zusammen mit ihren Lehrerinnen Lisa Mayer und Julia Albert per Bus nach Langenfeld gelangt und von dort weiter zu Fuß bis zum Wacholderwagen der Wacholderwacht oberhalb von Arft gewandert. Dort wurden sie bereits von den Wacholderwarten Gerhard Krämer, Heinz Drotbohm und Ulrich Siewers erwartet.

Trotz Nässe und Kälte gingen die „Bauherren“ eifrig ans Werk
(Foto: Ulrich Siewers)



Stolz präsentieren diese Schüler ihre Werke
dem Fotografen
(Foto: Ulrich Siewers)

Bereits am Tag zuvor hatten die Mädchen und Jungen in der Schule ihre „Heidehotels“ gebastelt. Dank der aktiven Mithilfe von Ulrich Schmitt, selbst Vater eines der Kinder, war die Beschaffung der notwendigen Baumaterialien und der exakte Zuschnitt der Holzteile im Vorfeld gewährleistet. Unter fachkundiger Anleitung entstanden die „Hotelsuiten“ aus ausgebohrten Zweigen, hohlen Gewächshalmen sowie Stroh und Moosen. Dazwischen fanden Mauerziegelfragmente und aufgebohrte Gasbetonsteine eine neue Verwendung. Für den notwendigen Zusammenhalt der einzelnen „Etagen“ wurde korrosionsgeschützter Kaninchendraht aufgetackert und jeder „Hotelneubau“ mit einer Abdeckung aus Teerpappe versehen.


Insgesamt 6 attraktive Insektenhotels haben die Schülerinnen und Schüler der
Mayener Albert-Schweitzer-Realschule gebastelt
(Fotos: Ulrich Siewers)

Das Ergebnis, sechs neue Insektenhotels für die Wacholderheiden, können sich sehen lassen! Eines blieb für die Abschlusspräsentation in der Schule, die anderen wurden bereits am Vortag der Aktion in die Obhut von Gerhard Krämer in Langenfeld gegeben.

Das "coole Outfit" passte nicht unbedingt zum Wetter -
auch eine sicherlich nützliche Erfahrung für die jungen Menschen
(Foto: Ulrich Siewers)

Auch die Auswahl der Standorte übernahm der pensionierte Pädagoge, der sich mit der Flora und Fauna der Wacholderheiden wie kaum ein anderer auskennt, mit großer Umsicht und Sachverstand. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig die Ausrichtung der neuen Niststätten nach der Sonnenseite für äußerst nützliche Insekten wie Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfer oder Ohrwürmer (auch Ohrkneifer oder Ohrkringel) ist. Auch müssten die Lebensgrundlagen dieser Insekten wie Nahrungsquellen oder bestimmte Pflanzen bedacht werden, damit das neue Nistraumangebot von ihnen akzeptiert wird. Die Schülerinnen und Schüler lauschten seinen Ausführungen mit großem Interesse.

Nach der „kleinen“ Lehrstunde winkte das praktische Erlebnis. Mit Leiter, Draht und Kneifzange „bewaffnet“ ging es zu den zuvor mit buntem Band markierten Bäumen, wo die Insektenhotels künftig verbleiben sollen. Zwei dieser Standorte liegen in der Nähe des Wacholderwagens, drei weitere entlang des Weges hinauf zum Büschberg. Die Montagearbeiten übernahmen aus Sicherheitsgründen die Wacholderwarte. Anschließend posierten die jeweiligen „Bauherren“ vor ihren mit ihren Namen versehenen Werken für ein Erinnerungsfoto.

Das sichere Aufhängen der Insektenhotels übernahmen die Wacholderwarte
(Foto: Ulrich Siewers)

Mit selbst gestalteten Mandalas aus verschiedenen Naturmaterialien wie Ästen, Kiefernzapfen und Holzschnitzeln setzten die Mädchen und Jungen noch ein sichtbares Zeichen ihrer gesammelten Erfahrungen des Tages, bevor es mit dem Bus zurück nach Mayen ging. Den Tag in der Arfter Heide werden sie sicher nicht so schnell vergessen.


Oktober 2013



Acht/Vordereifel. Im Rahmen ihrer Klassenfahrt erlebten Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d des Altenforst-Gymnasiums Troisdorf die Wacholderheide als nicht alltäglichen Lernort kennen. Dahinter steht das pädagogische Konzept  „WWK - Wir werden Klasse“ der Schule, das den Schülern bereits zu Beginn der Gymnasialstufe im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten die Erfahrung ihre eigenen Stärken und Schwächen vermitteln und den respektvollen Umgang miteinander üben lassen will. Sie sollen dabei erfahren, dass bei komplexen Problemstellungen gemeinsam Ziele mit Hilfe ihrer individuellen Kompetenzen erreicht werden können.

Zusammen mit ihren Betreuerinnen Veronika Lorenz und Kathrin Batfalsky wanderte die Klasse von ihrem derzeitigen Domizil, dem "Haus 8" hinauf zur Wanderhütte auf dem Achter Schildkopf. Dort erwartete sie bereits Ulrich Siewers von der Wacholderwacht Osteifel. Nach einer Einführung in das Sachthema „Entstehung und Erhaltung der Wacholderheiden“, in der es im wahrsten Sinne des Wortes um das „Begreifen“ ging: Das Sehen, Fühlen, Riechen und auch im Fall der Wacholderbeeren das Schmecken vermittelte allen Beteiligten mehr als die trockene Theorie des Biologieunterrichts. Aber auch die Entstehungsgeschichte der Wacholderheiden, die eng mit der sozialen Entwicklung der letzten 150 Jahre im ländlichen Eifelraum verbunden ist, weckte das Interesse der jungen Zuhörer.


Mit Astschneidern und -scheren „bewaffnet“ rückte die Klasse
der rund um die Wanderhütte der ausufernden Verbuschung
durch Besenginster und Brombeerranken ans Leder

(Foto: Ulrich Siewers PR)

Nach der „kleinen“ Lehrstunde winkte das praktische Erlebnis. Mit Astschneidern und -scheren „bewaffnet“ rückte die Klasse der rund um die Wanderhütte der ausufernden Verbuschung durch Besenginster und Brombeerranken ans Leder. Die Mädchen und Jungen begriffen schnell, warum Heidekraut und Jungpflanzen des Wacholders durch die Beschattung der Konkurrenzpflanzen am Wuchs gehindert werden. Nach gut einer Stunde war die Fläche zwischen Hütte und Weg frei gestellt.



Die Mädchen und Jungen begriffen schnell, warum Heidekraut
und Jungpflanzen des Wacholders durch die Beschattung der
Konkurrenzpflanzen am Wuchs gehindert werden

 (Foto: Ulrich Siewers PR)

Nach einem gemeinsamen „Fotoshooting“ wanderte die Klasse, ein wenig abgekämpft aber auch stolz über das gemeinsam Erreichte, hinunter zurück nach Arft, wo die Parallelklasse bereits mit dem selbst zubereiteten Mittagessen – Nudeln mit leckerer Sauce – auf die jungen „Wacholderschützer“ wartete.




"Wir sind Klasse" -
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d
des Altenforst-Gymnasiums Troisdorf erlebten die Heide
als Lernort der ganz besonderen Art

(Foto: Ulrich Siewers PR)


Oktober 2012


Langenfelder Firmgruppe betätigt sich aktiv im Landschaftsschutz

Langscheid. Die Wacholderheide auf dem Wabelsberg gehört zu den „Perlen“ der Bergheiden in der Verbandsgemeinde Vordereifel. Den dort vorhandenen Trockenrasenflächen mit ihrer einmaligen Flora und Fauna droht jedoch immer wieder Gefahr in Form einer ausufernden Besiedlung durch Besenginster und Brombeerranken.

Unter der fachkundigen Anleitung des Bonner Diplombiologen Dr. Rolf Wißkirchen rückten Jugendliche der Firmgruppe der Pfarrei Sankt Quirinus aus Langenfeld (Eifel) mit Astschneidern und –scheren dem unerwünschten Wildwuchs zu Leibe. Ihr Motto dabei lautete "Die Schöpfung bewahren, den Auftrag des Schöpfers ernst nehmen“. Unterstützt wurden sie dabei von ihrer Betreuerin, Frau Gisela Gillen sowie den Männern der „Wacholderwacht“. Mit der Schubkarre wurde das Schnittgut säckeweise zu einem Sammelplatz befördert.



Mit großem Eifer bei der Sache - die Jugendlichen der Firmgruppe
aus Langenfeld bei ihrem Einsatz in der Landschaftspflege am Wabelsberg

(Foto: Ulrich Siewers PR)

Das Ergebnis der mehrstündigen Aktion war in jeder Hinsicht ein Erfolg für die Natur. Und ganz nebenbei machte Marvin Schäfer aus Langenfeld eine ganz besondere Entdeckung in Form einer seltenen Waldeidechse. Behutsam nahm er das kleine Reptil auf und zeigte es der stauenden Runde, bevor er es wieder in seine angestammte Umgebung entließ. Um dieses besondere Erlebnis reicher und von Wacholderwart Gerhard Krämer mit einer Wacholderheiden-Anstecknadel ausgezeichnet, wanderte die Gruppe mit ihrer Betreuerin zurück nach Langenfeld. Zuvor stärkten sich die fleißigen Helfer noch im „Wacholderwagen“ mit selbst gebackenem Kuchen und Erfrischungsgetränken.



Marvin Schäfer aus Langenfeld mit seinem kleinen Schützling
(Foto: Ulrich Siewers PR)

Diesen Tag in den Wacholderheiden ihrer Heimat werden die Firmlinge aus Langenfeld sicher nicht so schnell vergessen.



Firmlinge aus Langenfeld mit Dr. Rolf Wißkirchen (2. v. links),
ihrer Betreuerin Gisela Gillen (3. v. rechts) und der
Wacholderwacht nach ihrem Einsatz

(Foto: Ulrich Siewers PR)

 
Top