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Model Railroading
U. S. Waldbahnen
Grand Forks Id.
Mein Konzept
Rolling stock
Kitbashing
Scratch built


Unter Kitbashing versteht ein echter Modelrailroader die Kunst, bestehende kommerzielle Bausätze so zu verändern, dass daraus ein neues Modell entsteht.
Das muss nicht unbedingt teuer werden, denn bei eBay kann man immer wieder auch schlecht gebaute Fertigmodelle für kleines Geld ersteigern. Nur Mut!

Der KIBRI HO-Bausatz 8502 enthielt die Teile für drei Western-Gebäude. Eines davon war ein Eckhaus, das als "Sheriffs's Office" bezeichnet wurde. Ich fand, dass es bessere Dienste als "Black Cat Saloon" leisten könnte und zerlegte den von mir bereits gebauten und farblich behandelten ("gealterten") Bausatz so weit wie möglich in seine Bestandteile. Aber immer daran denken: Ein Kitbasher wirft nichts weg! Aus "Müll" enteht später das authentisch wirkende Umfeld unserer Gebäde.





Das gebaute KIBRI-Modell in der ursprünglichen Version
wirkt spielzeughaft und ist nur begrenzt passgenau
(deutlich sichtbar im Bereich des Dachübergangs am Giebel
und am rechten Stützbalken des Vordachs)

(Foto: Ulrich Siewers)




Das bereits gebaute und "leicht gealterte" Modell
wurde zunächt einmal soweit erforderlich "gestrippt"

(Foto: Ulrich Siewers)

Wer im Internet günstig gebrauchte Fertigmodelle erwerben kann, sollte sich
spätestens hier über die Möglichkeit des "Umwandelns / Kitbashing" informieren.







Der Gehweg (Boardwalk) wurde bereits für den Anbau
mittels Holzleistchen verlänger und mit dünnen Holzleisten
(aus dem Schiffsmodellbau) beplankt. So entsteht auch die
Unterkonstruktion des Nachbargebäudes. Die für die künftige
Gehwegüberdachung notwendige Tragkonstuktion wurde
aus zurecht geschnittenen Holzleisten erstellt und am
Gebäude festgeklebt. Zur Fixierung dienen Krokodilklemmen
oder kleine Plastikwäscheklammern aus dem Puppenzubehör.

(Foto: Ulrich Siewers)





Der später schwer zugängliche untere Teil des Gebäudes
samt der Fenster und Türen wurde farblich umgestaltet und
mit wasserlöslichen Acrylfarben "gealtert". Anschließend
erfolgte die Setzung der Vordachkonstruktion aus hölzernen
Rundstäben (auch Schaschlikstäbchen sind gut geeignet),
nachdem passende Löcher in den Gehsteig gebohrt und
alles mit Weißleim verklebt wurde

(Foto: Ulrich Siewers)





Die Vordachkonstruktion entstand aus dünnen Holzleisten,
die man für wenig Geld im Architekturzubehörhandel oder
noch günstiger, im Modellschiffbau-Zubehörhandel (auch
bei eBay) bekommt

(Foto: Ulrich Siewers)





Typisch für die Städte im Westen der USA sind die
unmittelbar angebauten Nachbargebäude. Dieses
entstand komplett im Eigenbau. Störend sind nur
die überdimensionierten Fensterrahmen und
-sprossen des KIBRI-Modells. Mit ein bißchen
Farbe und Patina lässt sich dieses Manko mildern.
Im Gebäude rechts wurden Fenster von
TICHY TRAIN
eingebaut, die absolut maßstäblich sind

(Foto: Ulrich Siewers)




Ins Nachbargebäude ist eine Agentur für den Landerwerb
eingezogen, wo Siedler im Westen aufgrund des
"
Homestead Acts" Landrechte anmelden konnten.
Die vorbildgetreuen Beschriftungen sind nach einem
eigenen Verfahren selbst erstellt und gedruckt worden

(Foto: Ulrich Siewers)




Und so sieht mein mit wenig finanziellem Aufwand
gefertigtes Modell des "Black Cat Saloon" kurz vor
der Fertigstellung aus. Die Werbetafel über dem
Eingang ist übrigens die maßstäbliche Verkleinerung
eines Originals, das im Internet versteigert wurde.
Jetzt ist aus dem Allerweltsbausatz von KIBRI tatsächlich
noch ein Unikat geworden!

(Foto: Ulrich Siewers)

Zu den Themen "Altern /Weathering" und dem Kapitel "Beschriftungen selbst herstellen" wird es in Kürze eigene Unterseiten geben.


Es gibt zahlreiche Plastikbausätze, die sich mit sehr wenig Aufwand durch Kitbashing in bemerkenswerte kleine Schätze verwandeln können. Das hier vorgestellte Modell zeigt deutlich, was machbar ist. Auch in diesem Fall lohnt es sich, mal bei eBay-Auktionen reinzuschauen.

Der HO-Bausatz 7528 wird von Vollmer schon seit vielen Jahren produziert. Ursprünglich wollte ich ihn für ein Baustellen-Diorama der Nachkriegszeit nutzen. Und dann entdeckte ich bei meinen Internetrecherchen Bilder von amerikanischen Holzhütten armer Siedler (shacks), die fast genauso aussahen. Der Umbau - also Kitbashing - war schnell eine beschlossene Sache.






Der HO-Bausatz von Vollmer ist im Original ein "häßliches Entlein",
das jeden ambitionierten Kitbasher geradezu herausfordert

(Repro: Ulrich Siewers)

Wer richtig sucht, kann fündig werden. Nichts ist besser als Vorlage als das Original.







Verlassene Hütte eines Homesteaders irgendwo im Westen der USA

(Repro)

Der Bausatz wurde mit einer Unterkonstruktion aus Holz versehen und so verlängert, dass auch noch eine Veranda davor gesetzt werden konnte. Die Vordachkonstruktion und die Geländer wurden ebenfalls aus Holzleisten gefertigt. Die Holztreppe stammt noch aus dem originalen Bausatz.


Der Homesteader (Siedler), der seine Behausung mitten
im Wald errichtet hatte, ist längst verzogen. Seine klapprige
Hütte modert noch solange vor sich hin, bis sie in sich zusammenfällt

(Foto: Ulrich Siewers)

Das wunderbar löchrige Dach samt der sichtbaren Unterkonstruktion sind übrigens original und brauchen nur noch eine farbliche Nachbehandlung.




Der meist wenig beachtete Modellbausatz hat sehr viel Potenzial

(Foto: Ulrich Siewers)

Um das Segeltuch der Verandaüberdachung herzustellen habe ich eine Lage Tempo-Taschentuch in verdünnten Weißleim getaucht und vorsichtig auf die Unterkonstruktion gelegt. Die trotzdem entstandenen Risse und Löcher gehören zum Verfallsbild. Nach dem Trocknen war das ganze sehr stabil und wurde nur noch farblich nachbehandelt und patiniert. Ich finde das Resultat kann sich sehen lassen, oder?



Eine Lage Tempotaschentuch, ein wenig Weißleim mit Wasser
verdünnt und ein wenig Farbe genügen, um eine täuschend
echte Nachbildung von altem Segeltuch nachzubilden

(Foto: Ulrich Siewers)

Mit Künstleracrylfarben gealtert ist aus dem billig wirkenden Plastikmodell ein echter "Hingucker" geworden. Wenn jetzt noch das passende Umfeld in Form von Müll und allerlei anderem Unrat rund um die alte Hütte geschaffen wird, nicht zu vergessen ein verfallenes Plumpsklo, ist mit wenig zeitlichem und finanziellem Aufwand ein kleines Schmuckstück entstanden.



"Homesteader's Shack" - aus dem "häßlichen Entlein"
entstand ein kleines Schmuckstück

(Foto: Ulrich Siewers)



Die Preiserleins aus Franken sind unschlagbar

Eine Modellbahnanlage oder ein Diorama wird erst durch massstäbliche Figuren lebendig. Wer sich wie ich für eine historische Zeitepoche entschieden hat, stößt auf dem deutschen Zubehörmarkt schnell an enge Grenzen. Der weltweit größte Hersteller massstäblicher Modellfiguren, die Firma Preiser aus dem fränkischen Rothenburg, bietet ein riesiges Katalogsortiment an. Leider kommt es immer wieder zu Lieferschwierigkeiten, insbesondere bei den preislich relativ günstigen Figuren zum Selbstbemalen. 

Die "Preiserleins" kommen als Polistyrolspritzlinge "zur Welt", in der Regel in weißer Farbe. Der größte Teil reist dann im Container nach Fernost, wo geschickte Hände mit feinen Pinseln den Rohlingen Farbe und Ausdruck verleihen. Wiederum per Container gelangen sie zurück nach Rothenburg um von dort in winzigen Verpackungen in die ganze Welt verschickt werden. Und solche Reisen können lange dauern.

Figuren anderer deutscher Hersteller wie Merten, Noch oder Faller sind für meine Zwecke kaum geeignet. Es gibt auch noch chinesische Produkte z. B. von Bachmann oder Woodland Scenics, die kaum das gewohnte deutsche Qualitätsniveau erreichen und zudem auch relativ teuer sind.

Aus den U.S.A. habe ich mir einige Figuren-Sets aus Hartmetall oder Resin schicken lassen. Auch hier stehen Preis und Qualität in keinem Verhältnis zum Einsatzzweck.


Umbau und Selbstbemalen

.... wird demnächst fortgesetzt

 
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